Der erste Film

Evelyn von der Bithalde und Bert Müller-Lorenz sind die ersten gewesen, die auf meinem Schreibtisch auftauchten. Die Zeitungen berichteten darüber. Das Interesse war groß. Vor allem wollte man „Beweise“ für die tatsächliche Existenz dieser neuen Spezies sehen.Da es sich als recht schwer erwies, den HOMO DIDDICUS, wie ich die neue Gattung Mensch nannte, zu fotografieren, verging kostbare Zeit. Gemeinsam mit Evelyn von der Bithalde lernten wir, dass es Homo Diddicusse gibt, die unbewegliche Augen und einen ebensolchen Mund besitzen. Diese waren -fast- teilnahmslos bei Gesprächen anwesend, äußerten sich jedoch kaum oder gar nicht. Sobald sie jedoch Vertrauen in meine Person gewannen, änderten sich Augen und Mund. Ab sofort konnten sie Kontakt mit mir aufnehmen, sprechen und sich an unserem Leben beteiligen.

Immer wieder stellten wir fest, dass sie Vieles aus unserer Welt bereits kannten. Allerdings war ihnen auch Vieles fremd. So hatte Evelyn den innigen Wunsch, einmal „hinaus in die Natur zu kommen“, nachdem ich ihr einmal meinen Garten gezeigt hatte. Die Homo Diddicusse besitzen keine Füße und nur sehr kurze Arme, da sie ihr Leben im Internet verbracht hatten. Dort waren Füße und lange Arme störend, sie hätten mit den „Füßen die Daten zertreten und die Arme seien in den Datenbussen sehr hinderlich gewesen“. Dadurch hätten sich ihre Extremitäten in erstaunlich schneller Weise zurück gebildet.

Deshalb entstand die Frage, wie sie „hinaus in die Natur“ kämen, denn allein wäre dies nicht zu bewerkstelligen. Natürlich lag die Idee nah, sie in einem Korb bzw. einer Tasche zu transportieren. Die Folgen und daraus entstehenden Konsequenzen hatte ich nicht bedacht; allerdings haben wir uns alle „gütlich“ geeinigt. Dieser Ausflug wurde die Grundlage des Filmes, den Evelyn und Herr Müller-Lorenz daraufhin hergestellt haben und den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Bitte übersehen Sie anfängliche Fehler, unscharfe Bilder etc., denn es ist ihr erster Film und ich denke, sie können sehr stolz auf ihr Erstlingswerk sein. Es wäre sehr schön, wenn Sie zustimmen könnten und ihnen das auch in einem Kommentar mitteilen würden.

Der langen Rede kurzer Sinn: Haben Sie Spaß an diesem kleinen Film und erfreuen Sie sich, wie Evelyn, an der Natur und ihren Besonderheiten. Ich darf Ihnen versichern, dass auch Herr Müller-Lorenz Freude hatte – auch wenn es sich des öfteren nicht so anhört…

Viel Vergnügen!

 

 

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