Ein Traumurlaub mit Hindernissen

Zu einem unserer Urlaube kamen wir mit einer sehr weiten Anreise im Auto. Auf dem Dach wackelten die Fahrräder. Ich hatte darauf bestanden, unsere eigenen mit zu nehmen, da wir auf ihnen „eingesessen“ sind. Schließlich wollte ich diesen Urlaub nicht abbrechen müssen, weil ein geliehenes Fahrrad sich eventuell nicht an unseren Körperbau anpassen möchte. Aber 700 Kilometer mit Fahrrad auf dem Autodach hinter sich zu bringen, ist kein Vergnügen. So begann der Urlaub mit der Unzufriedenheit wegen der wackelnden Fahrräder auf dem Dach und der damit verbundenen Gefahr. Weiterlesen

“Saubere” Gedanken

„Bei uns ist es sauber genug, dass man sich wohlfühlen kann – aber nicht so sauber, dass man vom Fussboden essen könnte.“

Dieser Spruch hing lange Zeit in unserem Eingangsbereich an einer Tür. Es sollte ein fröhlich-ironischer Willkommensspruch sein, der auch prompt sehr häufig seine Erfüllung fand. Meist ergab sich daraus gleich eine eifrige Diskussion über die Putzteufelei mancher Menschen. Jeder hatte bereits Erfahrungen damit gemacht und schon näherte man sich dem Wohnzimmer in heiter «aufgeräumter» Stimmung, seine Erlebnisse feilbietend. Weiterlesen

“Spinnst du auch manchmal?”

Ich besuchte meinen Mann im Krankenhaus. Schon seit dem Vormittag wusste ich, dass er nicht mehr allein im Zimmer lag sondern einen neuen Bettnachbarn hatte, denn als ich meinen telefonischen Morgengruß machen wollte, hatte der Neue abgenommen, da mein Mann bereits im Land der ärztlichen Träume weilte, was ich nicht wissen konnte. Weiterlesen

Der kleine “Mozart”

Jaja, ich weiß: Es ist nicht ganz normal, wenn ein Kind mit 4 Jahren Mozart liebt. Ich hätte ihm vielleicht nie vorlesen sollen, dass der kleine Mozart begeistert auf die verschiedenen Geräusche gehört hatte, die die klappernden Schuhe der an seinem Elternhaus vorbei eilenden Menschen auf dem Straßenpflaster verursachten. Melodien, die sich ihm ins Gedächtnis schrieben und er wunderbare Musik daraus schuf. Unser Sohn war begeistert! Immer wieder musste ich ihm vorlesen oder vom Leben „Wolferls“ und seiner Schwester „Nannerl“ erzählen. Bis er die Musik Mozarts hörte, dann wechselten sich die Erzählungen mit dem Hören der Musik ab. Weiterlesen

Der vergessene Geburtstag

„Was ist heute für Datum?“ Blitzartig durchzuckt mich diese Frage, obwohl niemand da ist, der sie mir beantwortet. Erschreckt stelle ich daraufhin fest, dass mein Vater vor zwei Tagen Geburtstag hatte. Oh je, was mache ich jetzt? „Bleib‘ ruhig“, versuche ich mich erst einmal zu beruhigen, aber das gelingt auch nach der zweiten Aufforderung nicht. Weiterlesen

Ein Abschiedsbrief

 

Ich beginne diesen Brief ohne Anrede, da mir ein „Liebe Schwiegermutter“ einfach nicht aus dem Füllfederhalter fließen will. Wozu auch? Es wäre ge­logen, denn ich kann Dich nicht lieb finden, nachdem Du so viel Trauriges mit Deinen Handlungen angerichtet und soviel Schönes mit Deinen Worten zerstört hast. Weiterlesen

Aufräumen macht Freude

 

Mich hatte die Aufräumwut gepackt. Es begann ganz normal. Im Haus hatte es angefangen, aber dann ist mir die besagte „Wut“ ebenso plötzlich wie sie gekommen war doch wieder abhanden gekommen, weil der Computer rief. Leider noch bevor die Familie viel von meinem Wutausbruch mitbekommen hatte, deshalb blieb das häusliche Lob aus – vorerst mal. Aber der Gedanke bzw. das Gefühl der Aufräumwütigkeit war noch da und schon sah ich den Inhalt meines Computers mit ganz anderen Augen an. Er hatte eine gründliche Neusortierung dringend nötig! Weiterlesen